OT: El laberinto del fauno
Fantasy/Drama – Spanien/Mexiko 2006
FSK: ab 16
Verleih: Senator Film
Regie:
- Guillermo del Toro
Darsteller:
- Ivana Baquero: Ofelia
- Ariadna Gil: Carmen Vidal
- Sergi López: Hauptmann Vidal
- Maribel Verdú: Mercedes
Bereits mit seinem Debütfilm “Cronos” zeigte der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro seinen Hang zu außergewöhnlich fantasievollen Themen. Mit Filmen wie “Mimic“, “Blade II” oder “Hellboy” verfestigte del Toro seinen ihm eigenen Stil, welcher auch bei “Pans Labyrinth” offensichtlich ist, vor allem hinsichtlich der Ausstattung und des Erzählstils. Derzeit steht der Regisseur beim “Herr der Ringe“-Prequel “Der kleine Hobbit” hinter der Kamera.
Handlung
Spanien 1944. Obwohl der Bürgerkrieg bereits seit mehr als 10 Jahren offiziell beendet ist, führen Widerstandskämpfer weiterhin einen verzweifelten Partisanankampf gegen die spanischen Faschisten. In diese Unruhen gerät die 12-jährige Ofelia mit ihrer schwangeren Mutter Carmen, welche den verborten und überaus brutalen Hauptmann Vidal geheiratet hat.
Als Ofelia jedoch eines Tages im Wald von einem mythischen Wesen, einem Pan, heimgesucht wird, eröffnet dieser ihr die Möglichkeit, in ein unterirdisches Reich zu gelangen, dessen wiedergeborene Prinzessin sie sei. Allerdings muss sie zuvor drei Prüfungen bestehen, die sie an ungewöhnliche Orte führen, an denen sie lebensgefährliche Situationen zu bewältigen hat. Aus Neugier und wohl auch dem Willen, der brutalen Realität zu entfliehen, lässt sie sich auf die Prüfungen des Pans ein.
Fazit
Mit “Pans Labyrinth” konnte Guillermo del Toro vor allem unter Kritikern seinen bislang größten Erfolg feiern. Und dies vollkommen zurecht. So beweist er mit diesem Werk nicht nur ein weiteres mal, dass er prädestiniert ist für die Darstellung mythischer Wesen und fantastischer Welten, sondern dass auch seine inhaltliche Tiefe der optischen Brillianz keineswegs nachsteht, da auch das Drehbuch aus seiner Feder stammt.
Bei aller Fantasie ist “Pans Labyrinth” allerdings ein Märchen für Erwachsene, da die Darstellung von Gewalt in vielen Szenen sicher nichts für Zartbesaitete ist, aber ein wichtiges Element für die letztendliche Moral der Geschichte darstellt. So verdeutlicht del Toro, dass Moral, Fürsorge und Gerechtigkeit keine Selbstverständlichkeiten sind, jedoch die höchsten Güter der Menschheit, für die man auch unter Aufbringung größter Opfer zu kämpfen hat. Für mich ein absolut sehenswerter Film, der auch die Vorfreude auf Guillermo del Toros Umsetzung vom “kleinen Hobbit” steigert. Er kommt somit in meine Liste der besten Filme aller Zeiten.
Wo ihr “Pans Labyrinth” in Hamburg leihen könnt, erfahrt ihr z.B. in dieser Übersicht der Hamburger Videotheken.
Meine Wertung
9/10

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